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Am Ende des Zweiten Weltkriegs teilten die Alliierten Berlin, die

zerstrte Hauptstadt Deutschlands, in vier Sektoren: Die Sowjetunion

besetzte den stlichen Sektor; Frankreich, Grobritanien und die USA

besetzten den westlichen Teil.

Im Jahr 1949 erklrte die DDR den sowjetischen Sektor zu ihrer

Hauptstadt. Am 13. August 1961 fing die DDR an, an der Grenze zu den

drei Westsektoren die "Mauer" zu bauen. Sie mauerte 68 bergnge zu und

schnitt ungefhr 200 Straen ab. Von 1961 bis 1990 waren Berlin (Ost)

und Berlin (West) voneinander getrennt.

Berlin (West) lag wie eine Insel in der DDR. Wer zum Beispiel mit

dem Auto von Hamburg nach Berlin (West) fahren wollte, der mute zwei

Mal ber die Grenze. Er mute stlich von Hamburg aus der Bundesrepublik

Deutschland ausreisen und in die DDR einreisen; dann fuhr er auf der

Autobahn durch die DDR; danach mute er wieder aus der DDR ausreisen und

nach Berlin (West) einreisen. Whrend der Revolution im Herbst 1989 in

der DDR wurde die Mauer wieder geffnet. Seit dem 3. Oktober 1990 ist

Berlin wieder vereint. Die Stadt hat rund 3,4 Millionen Einwohner. Sie

ist die grte Stadt und die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland.

1) Will der Autor dieses Textes raten, informieren, eine Meinung uern

oder mehreres zugleich?Finden Sie die Textstellen, an denen seine

Absicht zu erlkennen ist.

2) Schreiben Sie, worauf sich die Zahlen jeweils beziehen (Z. B.: vier:

Die Alliierten teilten Berlin in vier Sektoren.)

) 1949:

) 13. August 1961:

) 200:

d) Von 1961 bis 1990:

) 1989:

3) Machen Sie eine kleine referative bersetzung von diesem Text.

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Wir sind, nach jngsten Erkenntnissen von Psychologen und

Medizinern, reif fr die Therapeutencouch. Die Diagnose:

Computersucht.

Machen Computer krank? Erste Studien besagen: Etwa 3% der

amerikanischen Online-Gemeinde betreiben ihr Hobby unter

suchthnlichem Zwang, den sie nicht mehr kontrollieren knnen. Sobald

sie sich durchs Bildschirmfenster ins virtuelle Jenseits

hineinsaugenlassen, nehmen sie die Koordinaten des Diesseits nicht mehr

wahr: Zeit und Raum, Wahrheit und Lge, Haupt- und Nebensache. Sie

stbern bis zum Morgengrauen durch Datenbanken und verschlafen

Geschftstermine. Ohne wirklich miteinander in engeren Kontakt zu

treten, flirten sie mit einem Bildschirmgegenber am anderen Ende der

Welt whrend das reale Gegenber im nebenzimmer harrt. Handgelenke

verdreht, die Augen matt, dumpf von Web-Site zu Web-Site und die

Gebhrenuhr rattert und rattert.

1) Beschreiben Sie das Hauptproblem, dem der Text gewidmet ist, in

wenigen Stzen.

2) Erklren Sie in einigen Worten den im Text dargestellten Zusammenhang

von Computer und Sucht.

3) Versuchen Sie, eine mgliche berschrift fr diesen Text zu

formulieren.

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ber Friedland kam die Familie Schulz direkt nach Hamburg. Martins

Vater und seiner Frau Adelheid fiel die Eingewhnung leicht, vor allem,

weil fr beide die Sprache keine Barriere darstellte. Die musste Martin

erst mhsam abbauen. Gemeinsam mit anderen Aussiedlern besuchte er einen

speziellen Intensivkurs, wechselte dann nach einem Jahr problemlos in

die 8. Klasse des Bismarck-Gymnasiums.

Ich bin richtig nett aufgenommen worden, ich habe jetzt auch hier

viele Freunde. Aber zu Oberschlesien fhle ich mich mehr zugehrig. Da

sind zum Beispiel die Speedway-Wettkmpfe, wo meine Kumpels und ich

immer zugeschaut haben. Speedway, hnlich populr und organisiert wie

hierzulande der Fuball, ist der kleine Bruder der Formel-Rennen. Darauf

freut Martin sich besonders, wenn er in diesen Sommerferien wieder nach

Polen fhrt. Und auf die alten Nachbarn. Wir waren da doch alle

katholisch und vielleicht auch wegen dieses Minderheitenstatus gab es

immer einen festen Zusammenhalt in der Gemeinde. Das ist ganz anders

gewesen als hier. Die Leute haben viel mehr Zeit und Geld, das ist da

nicht so wichtig.

1) Versuchen Sie eine mgliche berschrift fr diesen Text zu

formulieren.

2) Welche Themen werden in diesem Text behandelt?

3) Machen Sie eine kurze referative bersetzung dieses Textes.

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Sobald sie sich durchs Bildschirmfenster ins virtuelle Jenseits

hineinsaugenlassen, nehmen sie die Koordinaten des Diesseits nicht mehr

wahr: Zeit und Raum, Wahrheit und Lge, Haupt- und Nebensache. Sie

stbern bis zum Morgengrauen durch Datenbanken und verschlafen

Geschftstermine. Ohne wirklich miteinander in engeren Kontakt zu

treten, flirten sie mit einem Bildschirmgegenber am anderen Ende der

Welt whrend das reale Gegenber im nebenzimmer harrt. Handgelenke

verdreht, die Augen matt, dumpf von Web-Site zu Web-Site und die

Gebhrenuhr rattert und rattert.

Psychologen vergleichen die Symptome der Online-Abhngigkeit in

wissenschaftlichen Abhandlungen mit Spielsucht und Alkoholismus:

Probleme am Arbeitsplatz, Beziehungskrisen, Verlust des Zeitgefhls,

Entzugserscheinungen. Virtuell gehrnte Ehefrauen reichen die Scheidung

ein; Selbsthilfegruppen diskutieren, nach der Art der anonymen

Alkoholiker, die Web-Manie ausgerechnet im Internet.

1) Versuchen Sie, eine mgliche berschrift fr diesen Text zu

formulieren.

2) Suchen Sie alle Wrter aus dem Text, die mit der Welt des Computers

zusammenhngen.

3) Schreiben Sie eine kurze Annotation zu diesem Text.

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Das wichigste ist: Du mut dich mit anderen zusammentun! Am besten

gleich zu zweit oder zu dritt von der Schule aus oder vom Heimatort aus

an das Studium rangehen. Wenn das nicht geht, quatsch jemanden an, der

genau so verloren rumsteht wie du, und zusammen sucht euch weitere

Leute. Wenn du das auch nicht bringst, dann geh in die Studienberatung

aller politischen Gruppen und aller offiziellen Stellen in deinem

Institut, bis du zusammen mit anderen Studenten beraten wirst, mit denen

du ins Gesprch kommst.

1) Fr wen ist der Text geschrieben? Woran kann man das erkennen?

2) Welche Absicht verfolgt der Autor mit diesem Text? Kreuzen Sie bitte

die richtige Lsung an. "Du mut dich mit anderen zusammentun!"

Der Autor

befiehlt dem Leser,

rt dem Leser, sich mit anderen zusammenzutun

warnt den Leser davor,

3) Versuchen Sie, eine mgliche berschrift fr diesen Text zu

formulieren.

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Wenn der Kantinenleiter Erich Hellwig fr die Hlfte seiner 700

tglichen Gste geschmorte Hirschkeule kocht, liefert ihm der Computer

nicht nur das Rezept. Er sorgt auch fr die kalkulation (pro Men 3,95

Mark), den Einkaufszettel und die Bestellung der 70 Kilo Fleisch per

Datenfernbertragung. Das Lager der kantine berwacht der Rechner

ebenfalls: Er registriert jede einzelne ausgeschenkte Tasse Kaffee und

sorgt rechtzeitig fr Nachschub.

1) Beschreiben Sie bitte das Hauptproblem, dem der Text gewidmet ist, in

wenigen Stzen.

2) Entnehmen Sie dem Text, welche Funktionen kann der Computer

bernehmen.

3) Wie heien die einzelnen Teile eines Computers?

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Der 1878 (und nicht ein Jahr spter, wie meist angegeben) in Gori,

Georgien, geborene Josef Dschugaschwili war schon frh ein

professioneller Revolutionr, Mitglied der bolschewistischen Strmung

der Sozialdemokratischen Partei Rulands. Als solcher lernte er

Verhaftungen, die Gefngnisse des Zaren und das innere Exil kennen. Er

kmpfte im Untergrund, organisierte Arbeiteraufmrsche, die brutal

unterdrckt wurden, und auch berfalle auf Banken und Geldtransporte, um

mit der Beute die Parteikasse zu fllen. Von Lenin angeworben, war er

von 1912 an dem Zentralkomitee der bolschewistischen Partei kooptiert",

das damals nur acht Mitglieder zhlte.

Um die romantische Phase seines revolutionren Kampfes zum Abschlu

zu bringen, legte Dschugaschwili sein Pseudonym Koba", ein Held aus dem

georgischen Epos Vatermrder", ab und nannte sich Stalin, der

Sthlerne" Indiz fr seine Entschlossenheit, seine politischen

berzeugungen bis zur letzten Konsequenz in Taten umzusetzen.

1) Um was fr einen Text (Kurzgeschichte, Bericht, wissenschaftlicher

Text, historischer Text usw.) handelt es sich hier?

2) Finden Sie die falsche Aussage und korrigieren Sie sie.

) Josef Dschugaschwili wurde in der Familie eines Komponisten

geboren und war ein professioneller Musikant.

) Josef Dschugaschwili war Mitglied der bolschhewistischen Strmung

der Sozialdemokratischen Partei Rulands.

) Er war von 1912 an dem Zentralkomitee der bolschhewistischen

Partei "kooptiert".

3) Machen Sie eine kleine referative bersetzung von diesem Text.

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Ein besonderes inniges Verhltnis zu ihrem Computer hat Astrid

kasischke: Sie trgt ihn unter der haut ... Das zigarettenschachtelgroe

Gert namens Defibrillator verfolgt mittels einer Sonde jeden Schlag

ihres Herzens. Sollte es, wie schon zwiemal geschehen, grundlos und in

tdlichem Tempo zu rasen beginnen, versetzt der Defi ihrem Herzen

einen 700 Volt starken Elektroschock, so da es wieder normal zu

schlagen beginnt. Einmal hat ihr ganz persnlicher Computer Astrid

Kasischke bereits das Leben gerettet.

1) Versuchen Sie, die Textsorte zu benennen: Handelt es sich um einen

Bericht, einen Essay, eine Nachricht oder eine Reportage?

2) Entnehmen Sie dem Text, welche Funktionen kann der Computer

bernehmen.

3) Fertigen Sie eine Mind-Map zum Thema "Computer".

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Wenn ich das Abitur geschafft habe, mchte ich erst einmal ein Jahr

lang jobben. Mglichst verschiedene Jobs, einfach Erfahrungen sammeln.

Und das kann man am besten in einer groen Stadt.

Vielleicht ziehen mich Grostdte deshalb an, weil ich gerne allein

bin: In einer Stadt ist man auf ganz eigene Art alleine. Man geht dort

einfach in der Masse unter. Das mag ich. Man kann sich in sich selbst

zurckziehen. Manche strt es vielleicht, wenn alles so berfllt ist.

Ich brauche das.

Ich gehe zum Beispiel wahnsinnig gerne einkaufen in einer groen

Stadt. Es ist ein unglaubliches Gewhle, doch ich bin trotzdem fr mich.

Die Anonymitt ist wie ein Schutzmantel wenn ich in Weilheim einkaufen

gehe, kotzt mich das an. Immer die ewiggleichen Gesichter.

In einer Grostadt kann man aber nicht nur besser allein sein, man

hat andererseits auch viel mehr Mglichkeiten, mit Menschen in Berhrung

zu kommen. In Berlin habe ich jeden Tag neue Leute kennengelernt,

interessante Leute, die dich auch in deiner eigenen Entwicklung

weiterbringen.

1) Welches Thema wird im diesem Text behandelt?

2) Formulieren Sie ein paar Interviewfragen zum Thema "Grostadt".

Verknpfen Sie eines der Verben: faszinieren, sammeln, anziehen,

schtzen mit dem Fragewort was?, welche?, wodurch?

3) Finden Sie die falsche Aussage und korrigieren Sie sie.

) Es gefllt Marion (die Verfasserin), unter vielen Menschen allein

zu sein.

) Man kann in der Grostadt sowohl allein sein als auch viele

Menschen treffen.

) Nach dem Abitur mchte Marion sofort auf die Universitt gehen.

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Wenn Sie eine Mind-Map anlegen, sollten Sie einige Regeln beachten:

Beginnen Sie immer mit dem Zentralbegriff (bzw. einer Frage oder

einer Problemstellung) in der Mitte.

Denken Sie dann weiter vom Allgemeinen zum Speziellen, vom

Abstrakten zum Konkreten.

Benutzen Sie Substantive, um Ihre Ideen als Schlsselwrter auf

den Punkt zu bringen.

Schreiben sie alles in Grobuchstaben.

Verwenden Sie, wenn mglich, unterschiedliche Farben, und

verfahren Sie dabei nach einem nachvollziehbaren System.

Wenn es sich anbietet, verwenden Sie graphische Zeichen oder

Symbole.

Man braucht nicht viel, um eine Mind-Map herzustellen. Auer Papier

(in nicht zu kleinem Format) bentigen Sie lediglich Stifte, vielleicht

in unterschiedlichen Farben und Strichstrken.

1) Formulieren Sie, welches Thema im diesem Text behandelt wird.

2) Will der Autor dieses Textes raten, informieren, eine Meinung uern

oder mehreres zugleich? Finden Sie die Textstellen, an denen seine

Absicht zu erkennen ist.

3) Strukturieren Sie als Mind-Map das Thema "die Musik". Beachten Sie

dabei die Regel, die im Text stehen.

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Mnchen ist aber nicht das Nonplusultra. Im Grnde handelt es sich

nur um eine groe Kleinstadt. Dort ist alles ein bisschen zu trendmig,

man macht nur das, was gerade angesagt ist. In Wien, Berlin, Paris oder

Madrid ist das ganz anders. Dort gibt es noch viel ausgefallenere,

individuellere Menschen.

Das bedeutet Grostadt fr mich eben auch: Individualitt. In einer

Kleinstadt wird man dauernd in eine Rolle gepresst, man fhlt sich

stndig bedachtet, darf sich nur auf eine bestimmte Art und Weise

verhalten. In einer richtigen Stadt kann man auch mal vllig andere

Rollen spielen, so sein, wie man normalerweise gar nicht ist. Das fngt

schon bei der Kleidung an. Auf dem Land wird es nur schwer akzeptiert,

wenn sich einer jeden Tag in einem anderen Stil kleidet. Ich habe zum

Beispiel so einen verknautschten Samthut. Doch wenn ich mit dem in

unserem Dorf oder in Weilheim unterwegs bin, werde ich nur angeglotzt

als wre ich eine Auerirdische.

1) Machen Sie eine Aufzhlung: was gefllt Marion (die Verfasserin) an

der Kleinstadt / am Dorf nicht. Notieren Sie es in Form einer Liste.

2) Formulieren Sie ein paar Interviewfragen zum Thema "Kleinstadt".

Benutzen sie die Verben: anziehen, schtzen u. a. in Verknpfung mit

Fragewrtern: was?, welche?, wodurch? u. a.

3) Finden Sie die falsche Aussage und korrigieren Sie sie.

) In Mnchen macht man nur das, was angesagt ist.

) In Mnchen gibt es nicht so viele individuelle Menschen.

) Marion kann in ihrem Dorf ihren verknautschten Samthut tragen.

Die Leute da finden das ganz normal.

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Jeder dieser Hauptste lt sich durch weitere Nebentste

ergnzen. Bei den Medien knnten dies zum Beispiel Tafel, Lehrbuch,

audiovisuelle Medien, Vokabelheft u.a.m. sein; die Linie mit den

audiovisuellen Medien knnte sich bespielsweise in Computer,

Videogerte, Cassettenrecorder verzweigen. Langsam entsteht die Struktur

eines Baums von einem Helikopter aus gesehen, der sich genau senkrecht

ber ihm befindet. Ziehen Sie schlielich z.B. eine gepunkte Linie um

einen sogenannten Komplex, da heit, um eine Hauptlinie

einschlielich aller dazugehrigen Nebenlinien.

1) Formulieren Sie mit eigenen Worten, welches Thema im Text behandelt

wird.

2) Fassen Sie zusammen, was Sie ber Mind-Maps wissen.

: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19



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